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Stromverbrauch einer Steckdosenleiste

Olympia SteckdosenleistenSteckdosenleisten sind tolle Alltagshelfer, die sich vor allem in Altbauten lohnen, in denen prinzipiell zu wenige Wandsteckdosen vorhanden sind. Dank ihnen können mehrere Geräte gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Entscheidet man sich allerdings für günstige Mehrfachstecker ohne Ein- und Ausschalter, sollte einem bewusst sein, dass diese unter Umständen für einen erhöhten Stromverbrauch sorgen. In nachfolgendem Ratgeber zeigen wir Ihnen, mit welcher Steckdosenleiste Sie unkompliziert Strom sparen und dennoch hohen Komfort genießen können.

Geräte im Standby-Modus verbrauchen Strom

Stromverbrauch einer SteckdosenleisteUm den Stromverbrauch einer Steckdosenleiste nachvollziehen zu können, ist es wichtig, die einzelnen Varianten und deren Funktionsweise zu kennen. Bei der einfachsten Form einer Steckdosenleiste handelt es sich um einen klassischen Mehrfachstecker ohne Ein- und Ausschalter. Diese Steckdosenleiste verfügt in der Regel über 2 bis 8 Steckplätze, an denen verschiedene Geräte eingesteckt werden können. Diese verbrauchen allerdings nicht nur Strom, wenn sie eingeschaltet sind und verwendet werden.

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Viele Geräte, wie beispielsweise der Fernseher, eine Stereoanlage oder Spielekonsolen ziehen auch im Standby-Modus Strom. Sogar ein eingestecktes Handyladegerät erhöht die Stromrechnung, selbst wenn kein Smartphone damit geladen wird. Um Strom zu sparen, sollte man deswegen alle Geräte, die momentan nicht verwendet werden, aus der Steckdosenleiste entfernen. Einfacher und deutlich komfortabler ist die Verwendung einer Mehrfachsteckdose mit Ein- und Ausschalter. Hier genügt ein Fingergriff, um alle angeschlossenen Geräte vom Strom zu trennen.

Einige Geräte benötigen durchgehend Strom: Obwohl Steckdosenleisten mit Ein-/Ausschalter äußerst praktisch sind, ist ihre Verwendung nicht für alle Geräte sinnvoll. Schließt man beispielsweise eine Mikrowelle an die Steckdosenleiste an, so muss man nach jedem Anschluss erneut die Uhrzeit und Datum einstellen. Ähnlich verhält es sich mit einigen Fernsehgeräten und Stereoanlagen. Möchte man sich diese Arbeit sparen, verbindet man solche Geräte entweder direkt mit der Wandsteckdose oder man entscheidet sich für eine Master-Slave-Steckdosenleiste.

Eine weitere Variante des Mehrfachsteckers ist die Steckdosenleiste mit integrierter Zeitschaltuhr. Die eingebaute Uhr sorgt dafür, dass die Geräte erst ab einer bestimmten Uhrzeit mit Strom versorgt werden, was sich ebenfalls positiv auf die Stromrechnung auswirkt. Darüber hinaus gibt es in Baumärkten, Elektrofachgeschäften und im Internethandel sogenannte Master-Slave-Steckdosenleisten. Bei diesen wird ein Hauptgerät festgelegt. Nur wenn dieses eingeschaltet ist, werden die übrigen Geräte, die an der Steckdosenleiste angeschlossen sind, mit Strom versorgt. Sinnvoll sind diese Mehrfachstecker zum Beispiel am Schreibtisch: Wird der Computer als Mastergerät festgelegt, werden die übrigen Geräte wie

  • Drucker,
  • Tastatur,
  • Lautsprecher oder
  • Monitor

erst dann mit Strom versorgt, wenn der PC eingeschaltet wird. Auch im Wohnzimmer sind solche Steckerleisten sinnvoll: Hier ist meist der Fernseher das Mastergerät. Wird dieser eingeschaltet, werden anschließend Soundbar, Spielekonsole und Blu-ray-Player mit Strom versorgt. Das heißt im Umkehrschluss zwar, dass sich das Hauptgerät zwar immer im Standby-Modus befindet und Strom verbraucht, gleichzeitig profitiert man allerdings von einem relativ hohen Komfort. Zum Einschalten der Geräte muss lediglich eine Taste auf der Fernbedienung gedrückt werden. Das einzelne Einstecken und Einschalten der Geräte wird damit überflüssig.

Nachfolgende Tabelle zeigt noch einmal zusammenfassend, wie hoch der Stromverbrauch bei den unterschiedlichen Steckdosenleisten ausfällt, wenn mehrere Geräte daran angeschlossen werden:

Variante der Steckdosenleiste Stromverbrauch
Klassischer Mehrfachstecker ohne Ein-/Ausschalter Hoch
Steckdosenleisten mit Zeitschaltuhr Mittel
Master-Slave-Steckdosenleiste Niedrig
Steckdosenleiste mit Ein-/Ausschalter Kein Stromverbrauch im ausgeschalteten Zustand

Wie viel Strom lässt sich mit Steckdosenleisten einsparen?

Ob ein Gerät im Standby-Modus Strom verbraucht oder nicht, findet man relativ schnell heraus, wenn man es anfasst: Ist es warm, spricht das dafür, dass das Gerät Strom verbraucht. Wer sich genauere Messwerte wünscht, kann sich auch im Baumarkt oder Elektrofachhandel nach einem Strommessgerät umsehen. Dieses wird zwischen Steckdose und Gerät zwischengeschaltet und zeigt daraufhin den Stromverbrauch an. Wer regelmäßig daran denkt, die Steckdosenleisten im eigenen Zuhause abzuschalten, kann einiges an Strom sparen. Weil der Energieverbrauch individuell sehr unterschiedlich ausfällt, lassen sich hier zwar keine genauen Zahlen nennen, allerdings schätzen Experten, dass das Einsparpotential zwischen 75 und 90% liegt. Rund 10% des Stromverbrauchs werden von Geräten im Standby-Modus verbraucht. Nutzt man einen Mehrfachstecker, den man regelmäßig ausschaltet, lassen sich auf diese Weise bis zu 500 kWh im Jahr an Strom sparen. Noch höher ist die Ersparnis mit Steckdosenleisten, die sich automatisch abschalten oder die via Fernbedienung gesteuert werden können. Hier erweisen sich Smart-Home-Geräte als besonders lohnenswert: Die Steckdosenleisten werden mit dem Heimnetzwerk verbunden, sodass man auch von unterwegs Zugriff darauf hat. Fällt einem beispielsweise im Büro auf, dass man vergessen hat, die Steckdosenleiste auszuschalten, kann man das dank Netzwerkbindung unkompliziert nachholen.

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Wissenswert: Wer übrigens Angst hat, dass die eingebauten Lämpchen im Ein- und Ausschalter des Mehrfachsteckers viel Strom verbrauchen, der kann beruhigt aufatmen. Bei den kleinen Leuchten handelt es sich in der Regel um Glimmlampen, die kaum Strom benötigen und sich dadurch kaum auf die Stromrechnung auswirken.

Die Verwendung von Steckdosenleisten lohnt sich fast immer

In jedem Haushalt gibt es Steckdosen, die schwer zugänglich sind und dennoch verwendet werden (müssen). Wird das Handyladekabel zum Beispiel in eine Steckdose unter dem Bett eingesteckt, hat man allerdings nicht immer Zeit und Lust, das Gerät beim Verlassen des Schlafzimmers auszustecken. Ähnlich verhält es sich mit Steckdosen hinter dem Fernseher oder hinter dem Schreibtisch. Verwendet man eine Steckdosenleiste mit Schalter, lassen sich die Geräte im Handumdrehen vom Strom trennen. Insgesamt sprechen folgende Punkte für die Verwendung von Mehrfachsteckern zur Senkung des Stromverbrauchs:

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  • einfache Handhabung
  • Schalter, Master-Slave-Prinzip oder Zeitschaltuhr versprechen hohen Komfort
  • hohes Einsparpotential
  • erhöht die Sicherheit im Haushalt

Folgende Punkte sollte man allerdings ebenso beachten:

  • bei Mehrfachsteckern mit Schaltern muss man an das Ein- und Ausschalten denken
  • bei Master-Slave-Steckdosenleisten ist immer ein Gerät im Standby-Modus und verbraucht etwas Strom

Sämtliche Geräte, die auch im Standby-Modus Strom ziehen, sind eine potentielle Gefahrenquelle im Haushalt. Werden die Geräte zu heiß, können sie sich schlimmstenfalls entzünden oder einen Kurzschluss verursachen. Mit einer Steckdosenleiste zum Ein- und Ausschalten lässt sich also nicht nur Strom sparen, sondern außerdem die Sicherheit erhöhen.

Bildnachweise: Adobe Stock / Tobias Kaltenbach, Amazon/ Olympia

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